Kyffhäuserdenkmal

Geodaten: 51 24 47,21N  11 06 27,22E

Am Rande von Leipzig steht das größte Denkmal Deutschlands, das Völkerschlachtdenkmal. Das ist allgemein bekannt. Weniger bekannt ist, dass die
Nummer 3 
auf dem Kyffhäusergebirge in Nordthüringen steht, das Kyffhäuserdenkmal.
Es liegt auf der Kuppe des Kyffhäuserberges am östlichen Rand der ehemaligen Reichsburg Kyffhausen.
Erbaut wurde es zwischen 1890 und 1896 auf Anregung des Deutschen Kriegerbundes und ist  zum Gedenken an Wilhelm Friedrich Ludwig von Preußen, Kaiser Wilhelm I. , der am 9. März 1888 in Berlin gestorben war, gebaut. Das Denkmal wurde zur Würdigung seines Wirkens für die Wiedergründung des Deutschen Reiches im Jahr 1871 errichtet. Es soll aber nicht unerwähnt bleiben, dass  Otto von Bismarcks als preußischem Ministerpräsidenten und Reichskanzler diese Zeit wesentlich mitgeprägt hat.

Das Bauwerk wurde am 16. Juni 1896 eingeweiht.
Zentrale Figuren des Kyffhäuserdenkmals sind ein elf Meter hohes Reiterstandbild Wilhelms I. und eine 6,5 m große Figur des Kaisers Friedrich Barbarossa
(um 1122 bis 10. Juni 1190). Dieser soll der Sage nach seit Jahrhunderten in einer Höhle im Kyffhäuser schlafen  und auf bessere Zeiten wartet.

Das Denkmal ist insgesamt 81 Meter hoch, die Höhe des Denkmalsturms beträgt mit
mit der Kaiserkrone an der Spitze 57 m. Zur Denkmalanlage gehört ein Museum, in dem über die Geschichte der mittelalterlichen Reichsburg Kyffhausen und des Denkmals informiert wird.

Nicht ganz uninteressant ist das im Mai 1939 eingeweihte und  unterhalb des Kyffhäuserdenkmals liegende das Hindenburgdenkmal. Es wurde 1945 vergraben um im Juni 2004 wieder aufzutauchen. Rechtliche Unklarheiten und der Umgang mit dem Denkmal warten auf eine Klärung.