Kloster Zella
                    bei Krölpa

Geodaten: 50 41 05,90N  11 31 27,07E

Es wird berichtet, dass in Zella ein kleines Mönchskloster, das der Pflege des Stifts Salfeld unterstand, gewesen sein soll. Auch soll dort eine berühmte Wallfahrtskirche mit sieben Altären gestanden haben.
Das Weilandsche Haus sei in seinem Unterbau ein Teil des Klosters gewesen. Nachgrabungen ergaben, das dort zuvor ein heidnischer Begräbnisplatz sich befunden hat.
Ein unterirdischer Gang mit Seitengängen soll einst bis nach Krölpa geführt haben. 
Die Öffnung der Ganges befand sich - dicht am Fahrweg- neben den Grundmauern der alten Kirche.
Der Gang soll in den labyrinthischen Kellern der Pfarre zu Krölpa ausgemündet sein.
Dass einst eine geistliche Klause in Zella gestanden hat, ist aus dem Burgraniser Zinsregister von 1584 zu entnehmen.
Auch eine Wallfahrt nach Zella wird bezeugt. Saalfelder Akten aus dem Jahre 1506 melden, dass damals am Tag von Mariä Geburt ( 08. September ) von Saalfeld aus eine Prozession nach Zella unternommen wurde.
Der Rest der Kirche , ein viereckiger Turm, in welchem die Glöckchen hingen, wurde 1880 wegen Baufälligkeit abgetragen. Die Glocke befindet sich jetzt im ehemaligen
Schloss Krölpa, das jetzt eine Schule ist.
Im  Weilandschen Haus war bis zum Hausumbau 1932 noch eine birnstabprofilierte Schweifbogentür und kleine Rechteckfenster zu sehen.
Unter der Scheune des Gehöftes sollen sich viele Gewölbe befinden. Alte Mauerreste sind an der Scheune und im Hof  heute noch festzustellen.
Nach Prof. Ernst Koch ist Zella die amtmaßliche Stätte, von der aus die von Erbischhof  Anno II.  von Köln in diese Gegend entbotenen Chorherren die dortige heidnische Bevölkerung zum Christentum bekehren sollten, also die erste Klosteranlage des Orlagaus.
Auch ein Steinkreuz steht ganz in der Nähe des Weilandschen Gehöftes. Es ist offenbar sehr alt und wurde als Wahrzeichen in den alten Zellaer Ortssiegel geführt.
Nördlich von Zella, wo jetzt das Waldhaus Zella liegt, war ehedem ein Vorwerk und eine Schäferei, "Die Sorge" genannt; es war Stiftsaalfeldisches Lehen.
Die Namen Sorgenberg und Sorgenborn erinnern heute noch daran.
(nach Diakon Wilhelm Börner, 1817 - 1851) 

 

 
Zufahrt nach Zella
 
Zella
 
Klosterstraße in Zella
 
Zella, in Hintergrund das Oberland

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