Eisleben

Die Lutherstadt Eisleben ist die zweitgrößte Stadt im Landkreis Mansfeld-Südharz. Bekannt ist sie als Geburts- und Sterbeort von Martin Luther.
Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg ist ein Sammelbegriff historischer Wirkungsstätten des Reformators. Zudem sind sie im Blaubuch der Bundesregierung aufgeführt und gehören zu den kulturellen Besonderheiten in Deutschland.

Lange wurde das Gebäude am Andreaskirchplatz  Nr. 7 als das Sterbehaus von Martin Luthers gehalten, Bild unten. Der Reformator Martin Luther starb in der der Stadt am 18. Februar 1546. Nach neueren Forschungen ist das wirkliche Sterbehaus wohl das Stadtschloss, Markt 56, in dem sich heute das Hotel „Graf von Mansfeld“ befindet.

Das Haus am Andreaskirchplatz wird heute als Museum genutzt.  In Eisleben befindet sich an anderer Stelle auch Martin Luthers Geburtshaus.

Bei dem so genannten Luther-Geburtshaus handelt es sich um ein Memorialgebäude in der Stadt Eisleben für den christlichen Reformator Martin Luther, der an dieser Stelle am 10. November 1483 geboren worden sein soll. Es befindet sich in der Lutherstraße 16. Der historische Name der Lutherstraße lautete bis 1872 Lange Gasse.

Das 1693 erbaute Gebäude gehört es zu den ältesten Museen Deutschlands.

Martin Luther lebte als Säugling nur die ersten Wochen in Eisleben. Seine Eltern waren auf der Durchreise von Möhra nach Mansfeld, wo sein Vater als Hüttenmeister arbeiten wollte. Trotz seines nur kurzen Aufenthalts fühlte sich Martin Luther zeitlebens seiner Geburtsstadt Eisleben und dem Ort seiner Taufe eng verbunden.

Luther wohnte nicht wirklich in Eisleben. Er besuchte die Stadt immer wieder. Zum letzten Mal 1546 kurz vor seinem Tod.

Sehenswürdigkeiten:

  • Rathaus

  • Kirchen: Andreas, Nikolai, Annen, Gertrud, Gerdrudis, weitere Kirchen sind Umfeld zu finden, 
  • Altes Gymnasium
  • Knappenbrunnen
  • Alter Friedhof  und Campo Santo (Heiliger Acker), ein überdachter Teil des Alten Friedhofs
  • Kloster Helfta

Zu Ehren des größten Sohnes der Stadt führt Eisleben seit 1946 den Beinamen „Lutherstadt“.

Eisleben wurde zusammen mit Wittenberg 1996 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen

 

 

 Eisleben


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Eisleben

 

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da anklicken. In beiden Fällen sollte Google Earth installiert sein.

 

Geodaten:

 

Hinweise zur Anwendung der Geodaten

 
Marktplatz mit Rathaus
 
Marktplatz mit Rathaus und der St. Andreas-Kirche
   
 
Martin-Luther-Denkmal, dahinter das Rathaus
 

 

 

Seit 1883 steht das Lutherdenkmal auf dem Markt von Eisleben. Im Mittelalter hat hier das Stadtgericht stattgefunden.

Die Bronzeplastik wurde zum 400. Geburtstag von
M. Luther der Öffentlichkeit übergeben. Das Denkmal zeigt Luther mit der Bibel in der linken und der päpstlichen Bannbulle in der rechten Hand. Im Granitsockel, der aus Schweden stammt, sind vier Szenen aus seinem Leben in einem Relief dargestellt.

 
Martin-Luther-Denkmal auf dem Markt
 
Martin-Luther-Denkmal auf dem Markt
   
 
St. Andreas-Kirche im Rücken steht die Annen-Kirche

Die St. Andreas-Kirche ist am Markt von Eisleben ein dominierendes Bauwerk. Es ist ein Bauwerk mit drei Türmen, die man nicht sofort vom Markt sehen kann. Nur der mächtige Nordturm überragt fast alles und ist auch vom Markt gut zu erkennen.

St. Andreas-Kirche vom Luther-Gymnasium gesehen

Die spätgotische Kirchenhalle wird im Westen von einem

Bau mit Doppeltürmen und im Osten von einem dreischiffigen Chor abgeschlossen.

Der mächtige Nordturm, Bauzeit zwischen 1462 bis 1486,  gilt als Wahrzeichen der städtischen Macht von der gerade im 15. Jh. heftig um ihre Selbständigkeit kämpfende Eisleber Bürgerschaft. Später, in den Jahren 1714 bis 1723, wurde der barocke und oktogonalen Oberbau mit hoher Laterne vollendet.

 
Andreas-Kirche mit seinen 3 Türmen
 
 Andreas-Kirche, Doppeltürme
 
St. Andreas-Kirche, Doppeltürme

 

   
 
Gymnasiums Martin Luther, Eingangsseite
 

 

 

Die Gründung des Gymnasiums geht auf Martin Luther selbst zurück. Kurz vor seinem Tod kehrte der Reformator im Januar 1546 in seine Geburtsstadt zurück, um einen Streit der drei Mansfelder Grafen zu schlichten. Dabei erwirkte er am 16. Februar 1546 den Abschluss des Lutherschen Vertrages, der unter anderem die Gründung einer „führnehmen lateinischen Schule“ vorsah. Das erste Schulgebäude befand sich im Pfarrhaus der
St. Andreaskirche. 
 

   
 
St. Gerdrudis-Kirche
 

 

 

Die ältere St.-Gertrud-Kirche in der Nicolaistraße war für die damals rund 2400 Katholiken in und um Eisleben zu klein geworden. So begann man ab 1907 mit einer Spendensammlung für einen Kirchneubau an anderer Stelle.

Die Bauarbeiten begannen im Sommer 1914.

1916 konnte die neue Kirche geweiht werden.

Im Unterschied zur alten St. Gerdrud-Kirche hat man diese neue Kirche Gerdrudis-Kirche genannt.


 

   
 
Die alte katholische St. Gerdrud-Kirche
 
St. Gerdrud-Kirche
   
 
St. Nikolai-Kirche

 

 

 

Die St. Nikolai-Kirche befindet sich im Norden der Altstadt im ehemaligen Stadtteil Nikolaivorstadt.

Erstmals erwähnt wird an dieser Stelle eine Kirche im Jahr 1191. Zu einem im Jahr 1298 erwähnten Neubau ist nichts weiter bekannt geworden. Im 15. JH, die Kirche war mittlerweile Pfarrkirche geworden, wurde zunächst der Chor bis zum Jahr 1426 neu erbaut. Später folgte das Schiff und im Jahr 1462 begann man laut Inschrift auch mit dem Turmbau.

 

   
 
St. Annen-Kirche

Die  St. Annen-Kirche ist die alte Bergmannskirche der Neustadt Eisleben, die 1511 gegründet wurde.

Die neue Stadt wuchs zu einer ausgesprochenen Bergarbeiterstadt heran und hatte um 1550 schon über 300 Häuser mit ca. 1500 Einwohnern.

St. Annen-Kirche

Ab 1513 wurde eine eigene Kirchen für diesen neuen Stadtteil gebaut. Im Januar 1516 fand die Einweihung statt.

In dieser Zeit wurde auch das Augustinereremiten-Kloster errichte. Der bestand war nur kurz. Es wurde bald wieder aufgelöst.

Das Kirchengebäude blieb fast 70 Jahre unvollendet.

Die Kirche  befindet sich auf einer Anhöhe der Lutherstadt Eisleben. Die Annenkirche die erste evangelische Pfarrkirche im Mansfelder Land.

 
Auf dem Weg zur
St. Annen-Kirche
 
Augustiner-Eremiten-Kloster mit Zellentrakt im Dachgeschoss. Links: die St. Annen-Kirche
   
 
Der Knappenbrunnen.
 

 

 

 

Der Stadt Eisleben wurde 1983 vom damaligen
VEB Mansfeld-Kombinat "Wilhelm Pieck" anlässlich des Lutherjahres der Knappenbrunnen gestiftet. Der Knappenbrunnen wurde an der Stelle der historischen Brunnenanlage "Arche" errichtet. Er zeigt typische Figuren des Berg- und Hüttenwesens.

 

Im Hintergrund steht die Bergschule im Katharinenstift

 
Am Knappenbrunnen, die Kupferklause mit der Andreas-Kirche und seinen drei Türmen
 
Der Knappenbrunnen
 
   
 
Sterbehaus von Martin Luther

Luther Museum seit 2013 am Andreaskirchplatz 7


Luther Museum seit 2013
am Andreaskirchplatz 7

Es wurde lange angenommen, dass der Reformator Martin Luther am 18. Februar 1546 hier verstarb. Dem ist nicht so.

Es ist ein Wohnhaus aus dem 16.Jh.und ehem. Kaufhaus

   
 
Die Alte Münze in der Münzstraße 10
 

 

Alte Münze

Das Gebäude der „Gräflichen Münze“ befindet sich in der Münzstraße 10 und weist einige schöne bauliche Einzelheiten auf. So entstand im 16. Jahrhundert das Portal und einen achteckigen Treppenturm mit Renaissancehaube. Die ersten Münzprägungen sind in die  Zeit um 1200 zurückzuführen. Urkunden belegen, dass seit 1540 die halbe Silberproduktion der Thüringer Seigerhütten die Münze verarbeitete. Das entsprach einer jährlichen Silbermenge von etwa 5.000 kg. Später wurde die Münzstätte umfunktioniert.  Heute beherbergt das sanierte Gebäude einen Teil der Stadtverwaltung, Fachbereich 2 Finanzen.
 

 
 
 
 

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