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Mittelpunkt Deutschlands

Niederdorla

Geodaten:51° 9' 48.36"N  10°26' 51.50"E   Niederdorla       4-Punktmethode
                 51  8  N   10 25  E        Gemeinde Kammerforst
   Bestimmung durch Gleichgewicht
                 51°18'37.46"N  10°20'21.93"E   Silberhausen
    
  Schwerpunktmethode mit Inseln

Die Frage nach dem Mittelpunkt von Deutschland ist nicht so einfach zu beantworten. Es muss präzisiert werden, wie gemessen werden soll. Weitere Hinweise sind auch bei Wikipedia zu finden.

Mittelpunkt vom Staatsgebiet, geometrischer Schwerpunkt mit Seegebiet:
   Gemeinde Anrode Ortsteil Bickenriede 51° 15' 20.1"N  10°21' 9.4"E

Mittelpunkt vom Landfläche mit Inseln,  geometrischer Schwerpunkt mit Inseln
  Gemeinde Bischofroda  51° 3' 22,0"N  10°22' 18.4"E

Mittelpunkt vom Festland, geometrischer Schwerpunkt ohne Inseln oder Mittelpunkt mit Schwerelinien:
   Gemeinde Eisenach Ortsteil Berteroda  51° 2' 14.5"N  10°21' 45.0"E

konstruierte Schwerpunkte:
Mittelpunkt mit Schwerelinien: wie Festland

Mittelpunkt mit kleinsten umgebenden Rechteck und Schnittpunkt der Rechteckdiagonalen:
   Gemeinde Oberdorla 51° 10' 34.2"N  10°26' 40.1"E

Mittelpunkt mit Geraden von Nord-Süd und West-Ost, Schnittpunkt der Geraden vom nördlichsten zum südlichsten Punkt, sowie vom östlichsten zum westlichsten Punkt:
   Gemeinde Edermünde Ortsteil Besse  51° 13' 15.3"N  9°21' 40.3"E
   Quelle: bdw S.15 8/2012

Der Mittelpunkt Deutschlands wurde hier in Niederdorla nach der 4-Punkt-Methode vom MDR ermittelt. Eigentlich müsste das mit der Rechteckdiagonalen identisch sein. Es ergibt sich aber eine Differenz von 1430 m. Das ist schon etwas verwunderlich, wenn man bedenkt, dass die Entfernung zur Sonne auf 28 m genau bestimmt wurde.
Zur 4-Punktmethode:
Passt man die Grenzen Deutschlands in ein Gebiet zwischen den jeweils äußersten Breiten- und Längengraden ein, so liegt der Mittelpunkt in Niederdorla im Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen. Das Bild unten veranschaulicht den Sachverhalt. Mittelwerte der Koordinaten des nördlichsten und südlichsten, sowie des östlichsten und westlichsten Punktes ergeben den Kreuzungspunkt etwas außerhalb des Ortes Niederdorla.
Es soll noch erwähnt werden, dass es noch andere Methoden der Mittelpunksermittlung gibt, zum Beispiel die Schwerpunktmethode mit und ohne Inseln. Bemerkenswert ist dass der Schwerpunktmethode ohne Inseln nach nur 4,5 Kilometer weiter südlich liegt. Der Punkt mit Inseln liegt bei Dingelstädt / Silberhausen, 18 km weiter nördlich.
Als einzige Ortschaft hat Silberhausen noch keinen symbolischen Platz (Steintafel, Baum usw.) für den berechneten Mittelpunkt aufgestellt.
Bei dieser Bestimmung durch Schwerpunkt ist die Definition nicht eindeutig. Es gibt unterschiedliche Meinungen dazu, ob und wie die Inseln bzw. die 12-Seemeilen-Zone sowie die Enklaven berücksichtigt werden. Auch bleiben Bodenerhebungen unberücksichtigt

In Niederdorla befinden Sie sich am geografischen Mittelpunkt der Bundesrepublik Deutschland. Was zunächst für die MDR-Fernsehsendung „Außenseiter - Spitzenreiter" als unterhaltsamer Beitrag angesehen wurde, bestätigte sich durch genaue Nachmessung als Gegebenheit - in Niederdorla befindet sich der. geographische Mittelpunkt der Bundesrepublik Deutschland! Unter Verwendung der offiziellen geographischen Koordinaten für die äußersten Grenzpunkte der damaligen BRD und der DDR in den statistischen Jahrbüchern von 1989 wurde er mit den mittleren geographischen Koordinaten 51 Grad 10 Minuten nördlicher Breite und 10 Grad 27 Minuten östlich von Greenwich ermittelt. Dies war willkommener Anlass, hier am 24. Februar 1991 eine Kaiserlinde zu pflanzen.

Niederdorla ist die zweitgrößte Gemeinde der Vogtei und wurde 1223 erstmals urkundlich erwähnt Sehenswert ist die St. Johannes-Kirche, das Fickentor (eines der letzten erhaltenen Dorftore in Thüringen) sowie der Dorfanger mit zwei Steintischen. Das älteste Haus im Ort ist das Deutschritterordenshaus (Herrenstraße 2) aus dem Jahr 1653. Der aufmerksame Besucher findet noch heute im Ort Zeugnisse vergangener Jahrhunderte. Südlich von Niederdorla gibt es einen Stausee, der als Erholungsgebiet ausgebaut werden soll und künftig Camping- und Badegästen als Ausflugsziel zur Verfügung stehen wird.

Oberdorla gehört, zusammen mit den Nachbarorten Niederdorla und Langula, zur Vogtei. Urkundlich wurde Oberdorla 810 in einer Schenkungsurkunde des Grafen Erpho von Bilstein erwähnt. Der Sage nach lebte auch um 980 ein Graf Wigger von Bilstein auf der Altenburg von Oberdorla. 987 schenkte er den Dorlaern den Hainichwald. Ebenfalls in diesem Jahr ließ er auf dem Schenkberg die Peter- und Paul-Kirche erbauen. Dieser Kirche war ein Stift angeschlossen, in welchem junge Geistliche ausgebildet wurden. Diese Einrichtung bestand bis 1472, danach wurde das Stift nach Langensalza verlegt. Oberdorla zählt heute zu den größten Gemeinden im Kreis. Auf dem Anger - es ist der größte und schönste Thüringens - steht heute noch ein sehr gut erhaltener Gerichtstisch. Die Kulturarbeit der Gemeinde kann sich sehen lassen. So wird die heimische Mundart gepflegt und die Trachtengruppe tritt zu verschiedenen Anlässen auf.

In der Nähe befinden sich weitere interessante Ausflugsziele. Sehr bekannt wurde in den letzten Jahren der Baumkronenpfad Hainich.
Der Baumkronenpfad führt den Besucher in einen sonst unzugänglichen Bereich des Nationalparks, einen "Urwald" aber mitten in Deutschland.
Sehenswert sind Bad Langensalza, der Japanische Garten in Bad Langensalza und der Chinesische Garten in Weißensee.
Weiter nördlich ist der Alternative Bärenpark Worbis zu finden.

 

   
Mittelpunkt von Deutschland ist gut ausgeschildert
 
Parkplatz am Mittelpunkt
 
Zugang zum Stein des Mittelpunkts
 
Der Mittelpunkt von Deutschland
 
Mittelpunkt Deutschland
 
Mittelpunkt Deutschland
   
Wegweiser am angrenzenden Moor
 
ein Platz zum Verweilen, Stein vom Mittelpunkt
 
Niederdorla, das Fickentor
 
Niederdorla Kirche
 
Übersicht
 
 
 
 
 
 

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